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ASSAF
ASSAF - Aid for Refugees and Asylum Seekers

ASSAF – Aid for Refugees and Asylum Seekers

ASSAF (Aid Organization for Refugees and Asylum Seekers in Israel) wurde im Jahr 2007 aufgrund der steil ansteigenden Zahl von Flüchtlingen und Asylsuchenden gegründet, die zu der Zeit in Israel ankamen. Tausende Asylsuchende wohnen inzwischen in Israel ohne einen regulären Status, ohne Arbeitserlaubnis und ohne Zugang zum öffentlichen Gesundheits- und Sozialsystem. Andere wiederum, darunter auch Frauen und Kinder, wurden für unbestimmte Zeit und ohne Aussicht auf Freiheit in so genannten „Open Detention Centers“ („Offene Gefängnisse“) eingesperrt. Israel beruft sich dabei auf das Gesetz zur Vermeidung von Infiltration (Law for the Prevention of Infiltration). ASSAF betreibt viel Lobbyarbeit für diese Menschen, sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Politik. Die Organisation hilft den Betroffenen aber auch ganz konkret, indem sie beispielsweise ein Beratungs und Unterstützungszentrum für die in Israel lebenden Flüchtlinge und Asylsuchende betreibt und leistet zusammen mit duzenden Freiwilligen vor allem auch psychologische Hilfe für Familien und Einzelpersonen leistet. Im „Youth Club“ kümmern sich ASSAF-Mitarbeiter/innen speziell um die Bedürfnisse von Jungen und Mädchen, auch solchen, die im Sinai gefoltert wurden. Überhaupt hat ASSAF in den letzten Jahren spezielle Programme für Folteropfer aus dem Sinai entwickelt, weil die Not dieser Menschen besonders groß ist und professioneller Hilfe bedarf. Man schätzt, dass sich aktuell etwa 7.000 Folteropfer, Überlebende aus den Foltercamps im Sinai, in Israel aufhalten. Die große Mehrheit der Folteropfer wurden aus den „offenen Gefängnissen“ entlassen ohne sie offiziell als solche eingestufen bzw. anzuerkennen. Diese Menschen werden sich selbst überlassen und müssen irgendwie mit den Schwierigkeiten des Lebens in einem fremden Land zurecht kommen, das ihnen keinerlei soziale Unterstützung anbietet. ASSAF nimmt sich dieser Menschen an und versucht mit jedem Einzelnen ein individuell auf ihn/ sie zugeschnittenes Unterstützungs- und Rehabilitationsprogramm zu entwickeln.

Kuchinate
Kuchinate - African Refugee Women's Collective

Kuchinate – African Refugee Women’s Collective

Kuchinate beudetet in der Sprache der Eritreer (Tigrinya) Häkeln. Das Kuchinateprojekt begann mit einer kleinen Gruppe afrikanischer Flüchtlingsfrauen, die in Tel Aviv/ Israel leben. Sie produzierten umweltfreundliche und schön gestaltete Gebrauchsgegenstände für den Heimbedarf, indem sie die Abfallprodukte lokaler Textilfirmen verwerteten. So entstanden handgewebte Teppiche und Körbe. Die Tätigkeit ist für die Frauen wichtiger Bestandteil eines psychologischen und sozialen Rehabilitationsprozesses und steigert das eigene Selbstwertgefühl. Denn viele dieser Frauen haben viel Elend, Gewalt und Traumata erlebt, entweder in ihren Herkunftsländern oder auf ihrem Weg nach Israel, zum Beispiel in den Foltercamps im Sinai. Das Projekt ermöglicht den Frauen zudem auch finanziell eigenständiger und unabhängiger zu werden, weil sie mit dem Verkauf ihrer handgefertigten Produkte einen kleinen Zuerwerb haben. Der Sinn des Projekts ist begründet in der Überzeugnung, dass der beste Weg zur Selbstermächtigung dieser Frauen der ist, sie dazu zu befähigen, selbst für sich und ihre Kinder aufzukommen und so ihre Würde zurückzuerlangen. Das Projekt läuft unter der Schirmherrschaft der beiden eingetragenen Nonprofit Organisationen ARTS (African Refugee Therapeutic Services) und ARDC (African Refugee Development Centre). Auch Desert Rose e.V. fördert und unterstützt das Frauenprojekt.

Karlsruher Netzwerk Eine Welt
Karlsruher Netzwerk Eine Welt

Karlsruher Netzwerk Eine Welt

Das „Karlsruher Netzwerk Eine Welt“ wurde im Jahr 2010 mit Unterstützung der Stadt Karlsruhe gegründet. Es geht hervor aus der Bestrebung, entwicklungspolitisch engagierte und in der Eine-Welt-Arbeit tätigen Gruppen und Vereinen aus dem Karlsruher Raum besser zu vernetzen und ihnen durch das gemeinsame Aufreten in der Öffentlichkeit ein stärkeres Gewicht und größere Aufmerksamkeit zu verleihen. Das Netzwerk unterstützt die Entwicklungszusammenarbeit mit Partnerorganisationen in Ländern des globalen Südens, fördert Emanzipations- und Menschenrechtsbewegungen, entwicklungspolitische Bildungsarbeit sowie den Fairen Handel. Durch die Zusammenarbeit im Netzwerk und die gemeinsamen Aktivitäten sollen Synergien geschaffen werden, die den Gruppen neue Möglichkeiten schaffen, die sie vorher als Einzelne nicht hatten. Mittlerweile besteht das noch junge Netzwerk bereits aus rund 20 Organisationen. Seit Anfang 2014 gehört auch Desert Rose e.V. dazu und erhält dadurch Zugang zu Unterstützungsangeboten, zum Beispiel auch zu Räumlichkeiten für Infoveranstaltungen oder zur Verbreitung von Infomaterial im Weltladen Karlsruhe, der ebenfalls Mitglied des Netzwerks ist.